Segeln lernen

Segeln lernenSegeln auf dem eigenen Boot ist ein faszinierendes Hobby. Kaum eine andere Sportart bietet ein so umfängliches und vielseitiges Programm. Regattasegeln ist harte Knochenarbeit für Topsportler, während das gemütliche Kreuzen auf einem See der Höhepunkt jedes Familienausflugs darstellt. Aber gerade das Segeln fordert von dem Kapitän auch viel Können und Wissen. Nicht zuletzt darum ist der Segelschein gesetzlich vorgeschrieben.

Jugend lernt – nutzen Sie die Gelegenheit

Segelschulen sind eine teure Angelegenheit und allein der Segelgrundschein kann schnell einige Hundert Euro kosten. Günstiger ist es, schon frühzeitig die Gelegenheit wahrzunehmen. An vielen Schulen gibt es das Angebot, das Segeln im Rahmen einer Segel-AG oder Ähnlichem zu lernen und die Prüfung für den Segelgrundschein abzulegen. Auch viele Universitäten bieten im Sommer Segelkurse an. Dazu müssen Sie nicht einmal eingeschrieben sein. Zwar genießen Studenten gewisse Vorzüge wie z.B. einen günstigeren Preis und werden bevorzugt aufgenommen, aber prinzipiell steht das Angebot auch jedem anderen offen. Auch die Volkshochschulen haben öfters einen entsprechenden Kursus im Angebot. Sollten Sie keine Angebote in Ihrer Umgebung finden können, steht Ihnen natürlich jederzeit der Besuch einer Segelschule offen.

Segeln ist nicht gleich Segeln

Es gibt viele verschieden Bootstypen, die alle eine unterschiedliche Handhabung erfordern. Eine Jolle segelt sich anders als eine mehrmastige Jacht, die wiederum sich stark von einem Großsegler unterscheidet, usw. Es kann sicher niemals schaden, erst einmal auf kleinen Schiffen das Segeln “Von der Pike auf” zu lernen, ist aber weder vorgeschrieben noch zwangsläufig notwendig. Deshalb sollten Sie möglichst versuchen, auf der Sorte Schiff segeln zu lernen, die Sie hinterher auch führen wollen. Unterschätzen Sie nicht die Anforderungen, die gewisse Schiffstypen insbesondere auf See und Hochsee an Sie stellen. Ein genaues Wissen vieler Details angefangen von Bootszubehör über Verkehrsregeln bis zu Erster Hilfe ist für ein sicheres Segeln nötig. Je größer das Boot, desto mehr steigen dabei die Anforderungen.

Rechtliche Hinweise zum Segeln

Auch wenn der Volksmund gerne vom “Segelschein” spricht, so ist dieser in verschiedene Kategorien eingeteilt. Grob gesagt wird zwischen Sportbootführerschein Binnen unterschieden, der zum Befahren von Binnengewässern berechtigt, und dem Sportbootführerschein See, der an der Küste gilt. Leider ist das Segeln in der Freizeit nicht bundeseinheitlich geregelt, es gelten je nach Bundesland unterschiedliche Gesetze. In Berlin z.B. wir der Sportbootführerschein ab einer Segelfläche von 3 m² benötigt, in Sachsen erst ab 6 m².

Bild: Sportlibrary – Fotolia

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